Uckermark - Informationen

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Uckermark - "Blühende Landschaft im Osten"

Uckermark - Geschichte

In der Mittelsteinzeit (10000-3000 v.u.Z.) begann nach dem Ende der Eiszeit die Besiedlung der uckermärkischen Landschaft durch einwandernde Jäger, Sammler und Fischer aus dem Süden. Die Lebensweise war nomadisierend und es wurden bevorzugt Plätze in Wassernähe aufgesucht. In der Jungsteinzeit (3000-1800 v.u.Z.) fand ein Übergang zur Sesshaftigkeit statt. Zeugnisse aus jener Zeit sind die vielen Großsteingräber und Hügelgräber in der Uckermark, dem Kreis mit der größten Häufung von Denkmalen und Bodendenkmalen in Deutschland.

Von 600-1200 nach der Völkerwanderung und Abzug der germanischen Stämme in Richtung Westen, wurde das Gebiet durch Slawen aus dem Osten besiedelt. Dabei wurden vorwiegend Orte an Seen und Wasserläufen genutzt. Durch den eingewanderten Teilstamm der Ukranen erhielt die Uckermark Ihren Namen. Der Name ist eine Zusammensetzung von Ucker (Uckerseen, Fluß Uecker) und Mark (Grenzland). Mit der feudalen Ostkolonisation der Uckermark im 12. Jahrhundert durch deutsche Feudalherren, endete die Slawenzeit. Es begann der Einzug von deutschen Siedlern, die sich dann mit der slawischen Bevölkerung vermischten.

Zeugnisse der deutschen Besiedlung sind die zahlreichen Feldsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert, siehe auch: www.uckermark-kirchen.de/. An wichtigen strategischen Orten der Uckermark wie Prenzlau, Angermünde und Templin wurde mit dem Bau von Stadtmauern begonnen. Als Grenzregion der Länder Mecklenburg, Pommern und Brandenburg, erlebte die Uckermark eine wechselvolle Geschichte. Vom 14. - 16. Jahrhundert waren die Auswirkungen von Kriegen, Pest und Hungersnöten verheerend für die Städte und Dörfer.

Einen tiefen Einschnitt in der Entwicklung der Uckermark brachte der Dreizigjährige Krieg von 1618 bis 1648, der viele Dörfer für lange Zeit entvölkerte. Einige Orte wurden nicht wieder besiedelt. Nach der Flucht der Hugenotten aus Frankreich wurden, mit dem Edikt von Potsdam 1685 von Kurfürst Friedrich Wilhelm, auch zahlreiche Hugenottenfamilien in der Uckermark angesiedelt. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ vor allem in den Städten Prenzlau, Schwedt/Oder und Gartz (Oder) große Zerstörungen.

Am 6. Dezember 1993 wurde der Landkreis Uckermark mit der Kreisstadt Prenzlau aus den ehemaligen Landkreisen Angermünde, Prenzlau, Templin sowie der vormals kreisfreien Stadt Schwedt/Oder gebildet. Der nordöstliche Teil des heutigen Landkreises gehört nicht zur historischen Uckermark und war bis 1945 ein Bestandteil der preußischen Provinz Pommern.

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