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Angermünde Stadt - Stadtansichten

Burglehenhaus Angermünde

Seit Beginn des 13. Jahrhunderts vergaben die brandenburgischen Landesherren an ihre meist ritterlichen Gefolgsleute, so genannte Burgmannen, Burglehenhäuser. Burglehenhäuser, oft auch als Freihäuser bezeichnet, waren Häuser auf städtischem Grund, deren Besitzer keine Abgaben und Lasten leisten mussten. Ein Burglehengrundstück war üblicherweise größer als sonstige Hausgrundstücke. Zum Stadthaus gehörten Acker, Wiesen, Gärten und oftmals auch Fischereigerechtigkeiten.

Neben dem Burglehenhaus Rosenstraße 20 gab es in Angermünde mindestens weitere drei Burglehenhäuser, so die Häuser Klosterstraße 33, Berliner Straße 67 (1945 zerstört) und Fischerstraße 26. Der Zeitpunkt der erstmaligen Vergabe des Burglehenhauses Rosenstraße 20 liegt im Dunkeln. Erster namentlicher bekannter Besitzer war der Richter Hans Schlegel. Ihm und seinen männlichen Erben hatte der Kurfürst Joachim I Nestor 1515 urkundlich "...unser Freihaus daselbst ... so er jetzt bewohnet, zu rechten Burglehen gnädiglich verliehen...".

Seit dieser Zeit sind die Eigentümer fast lückenlos nachweisbar. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts blieben die Privilegien erhalten. Danach diente das Haus als Gasthaus, Bäckerei und Kaufmannsgeschäft. 1885 erwarb der Kaufmann Hugo Oskar Wolff das Grundstück, das sich seitdem im Besitz der Familie befindet. Das heutige Gebäude, 1787 zunächst als Fachwerkbau errichtet, steht auf den Grundmauern des ursprünglichen Burglehenhauses. 1878 erhielt das Hauseine massive, für Angermünder Verhältnisse, aufwendige Putzfassade. Datenquelle: Informationstafel 2005, vom Verein für Heimatkunde Angermünde

Alte Apotheke Angermünde

ALTE APOTHEKE - ehemals "Privilegierte Adler Apotheke". Seit 1608 ist in Angermünde eine Apotheke bezeugt. 1682 erhielt die Angermünder Apotheke ihr Privileg vom brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Er gab ihr den Namen "Adler Apotheke" und stiftete die Adler-Figur. Seit 1783 befindet sie sich an dieser Stelle. Die Familie Bolle brachte sie zur Blüte. Nachfolgende Apotheker waren: Anderson, Blew, Leschnick, Lehmann, Funk und Petrich. Dann DDR-Volkseigentum. Im Zuge der politischen Wende wurde die Apotheke vom Namen getrennt. Beachtenswert ist auch die Steinsäule gegenüber dem Eingang, welche dem Anbinden von Pferden und Gespannen vorbehalten war. Datenquelle: Informationstafel 1998, vom Verein für Heimatkunde Angermünde

Info unter: Stadt Angermünde / Alte Apotheke - Rosenstraße 5

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